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Amalfiküste und Capri
Die Küste von Neapel bis zum Cilento ist sicherlich eine der märchenhaftesten der Welt. Anmutige Buchten, bizarre Felsformationen, schroffe Klippen und pittoreske Fischerdörfer prägen ihr Gesicht.
Am malerischen Golf von Neapel leitet Sorrent die Reise ein. Im vorletzten Jahrhundert von englischen Adeligen als Sommerfrische entdeckt, ruhen seine Häuser über der Steilküste mit Blick auf den mächtigen Vesuv, der die Bucht beherrscht. Zu seinen Füßen liegen die mit bedeutendsten Ausgrabungsstätten der Römerzeit, Pompeji, Herkulaneum und Stabiae, die stummen Zeugen des katastrophalen Ausbruchs in antiker Zeit. Hier, im geologischen Hexenkessel, liegen auch so geheimnisvolle Ziele wie die Phlegräischen Felder, eine Schwefel dampfende Mondlandschaft, in der die Menschen des Altertums einst den Eingang zur Unterwelt wähnten.
An der Spitze der Halbinsel, mit der der neapolitanische Golf im Süden ausklingt, liegt das mondäne Capri verträumt in den azurblauen Wassern. Schon die römischen Kaiser schätzten die malerische Insel mit ihren herrlichen Ausblicken, die dem Auge schmeicheln. Von Sorrent, Positano oder Amalfi aus kann man die Insel mit der Fähre erreichen und zu Fuß oder mit einem der legendären Taxis aus den Fünfzigerjahren erkunden. Man besucht die berühmte Blaue Grotte oder genießt den Blick auf das Wahrzeichen der Insel, die wie Finger aus dem Meer ragenden Felsen I Faraglioni.
La costa divina - die göttliche Küste, wie die Küste von Amalfi gepriesen wird - , schließt sich Richtung Süden an den Golf von Neapel an. In jeder Kurve der sich verwegen an der Küste entlang ziehenden Straße überraschen neue Panoramen von unglaublicher Intensität. An den Felsen kleben Fischerorte, die wie orientalische Kunstwerke anmuten, der berühmteste von ihnen ist das farbenfrohe Positano, das sich seit den Fünzigerjahren des letzten Jahrhunderts zu einem lebendigen Künstler- und Modestädtchen entwickelt hat. Hoch über der Küste thront Ravello mit seinen ruhmreichen Gärten, die wie Adlerhorste die Küste überblicken. Richard Wagner ließ sich hier zum Zaubergarten der Oper Parsival inspirieren, und noch heute finden Konzerte statt, die mit ihren schönen Klängen vor atemberaubender Kulisse über die Zitronengärten die Hänge hinab verwehen. Das reiche Amalfi prunkt mit seinem prachtvollen Dom, dessen von Goldmosaiken geschmückte Fassade in der Sonne gleißt.
Entlang der Amalfiküste laden idyllische Buchten zum Baden ein, Restaurants bieten hervorragende Gerichte und zahlreiche kleine Läden locken mit Keramik, frischen Früchten oder Mode. Wer wandern oder die Orte erkunden möchte, muss gut zu Fuß sein, denn überall ist es recht steil und die Gassen sind geprägt von zahllosen Stufen.
Um Ihnen einen optischen Eindruck zu vermitteln, haben wir einige unserer schönsten Bilder von der Amalfiküste und aus dem Cilento für Sie im Fotoalbum zusammengestellt.
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